Kategorie: Krieg

Portrait: Monika Maiworm ist eine erstaunliche Person. Man könnte auch sagen: Eine moderne Variante von Kleists „Marquise von O.“ Vielleicht so.

Den Vater ihres Kindes kennt sie jedenfalls nicht. Ihre Devise für Glück und Überleben: „Wenn man das, was passiert, lange genug dreht und wendet, stellt es sich irgendwann so da, dass es gut ist, dass es passiert.“

Portrait: Nikolaus von Gayling, der rote Baron von Ebnet

Manche seiner Generation flohen damals in Kommunen, philosophierten bei Drogen und feierten die Liebe. Er floh in den Adel und fragte man ihn nach seinem Beruf, so sagte er: „Ich erziehe meine Kinder.“ Nikolaus von Gayling: Ein ewiger Rebell jenseits jeder Etikette.

Portrait: Wenn Krieg nach dem Krieg nicht aufhört, als stumme Gewalt bleibt und in den Kindern weiterlebt. Die Geschichte einer Tochter.

Hans wäre vielleicht ein guter Vater geworden. Viele andere Väter wären vielleicht ein guter Vater geworden. Hätte der zweite Weltkrieg nicht brutal ihre Wert zerschlissen. So ist dies eine tragische Geschichte vieler.

Portrait: Helmut Gentner ist Rettungsasistent und ein Dr. House der Straße. Er möchte sein wie Henry Dunant, Gründer des Roten Kreuzes. Darum zieht es ihn eines Tages zum Dienst in ein miliätrisches Lager im Kundus.

Für ihn ist das ein Leichtes. Ein Muss. Sein Job hat ihn darauf vorbereitet. Die Soldaten vor Ort waren das nicht…Und Schlimmes geschah. Doch: Der Tod macht ihm keine Angst: „Wenn´s passiert, passiert´s!“ Viel wichtiger ist: „Ich kann helfen.“

Portrait: „Freuen Sie sich, Ihr Mann ist tot!“ – Ellinor, über ihr Leben als Tochter eines Juden.

Als der Krieg zu Ende war, sagte man zu ihr: „Jetzt ist doch alles wieder gut!“ – „Nein, sagte sie. Jetzt fängt es erst an.“ Sie möchte nicht, dass man vergisst. Ganz einfach, damit man für die Zukunft daraus lernt. Und sie möchte noch etwas: Sein wie alle anderen. Noch immer. Dieses Gefühl von Ausgeschlossensein hat sie bis heute nicht verlassen.

Portrait: Menachem Amitais langer Weg von Israel nach Deutschland

Menachem Amitai, ein jüdischer Arzt und Psychologe, hat sich in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg ein Leben aufgebaut. Viele seiner Familienmitglieder haben in den Gaskammern der Nazis ihr Leben gelassen. Er wollte dennoch nach Deutschland. Aus der Ferne beobachtet er, was in seinem Heimatland passiert. Seine Schwester starb bei einem Autobombenattentat. Noch heute hat er Angst vor dem Klingeln des Telefons. Er hat vieles erreicht, Familie, Erfolg, Glück, nur eines kann er sich nur wünschen: Frieden.