Tanja B., 51 Jahre, Landschaftsgärtnerin

Er wollte ein guter Junge, ein anständiger Mensch und ein pflichtbewusster Deutscher sein. Die Definition, wie man gut, anständig und pflichtbewusst ist, holte er sich als Pimpf aus der nationalsozialistischen Umgebung. Hans war Einzelkind, der erste Akademiker einer kleinbürgerlichen protestantischen Familie, hübscher Kerl, sportlich und wurde als 16-jähriger aus der Schule heraus Flakhelfer. Der Anblick seiner zerfetzten Schulkameraden hat ihn schockiert. Ebenfalls verabscheut hat er einen offenbar schwulen Soldaten. Den hat er mit Kameraden zusammen in der Kaserne verprügelt, mit Schuhcreme beschmiert und malträtiert. Beide Geschichten erzählte Hans ähnlich oft und mit scheinbar gleicher innerer Bewegung.

„Ich glaube“, sagt Tanja, „die meisten fangen an, von ihren Vätern zu erzählen.“

Sie jedenfalls erzählt von ihrem Vater, von Hans, von seinem verzweifelten Leben nach dem Krieg, von den Gewaltausbrüchen, seiner Trunksucht, den Demütigungen gegen seine Kindern, der Gleichgültigkeit, dem preußischen Leistungsanspruch und davon, was das mit ihr als Tochter gemacht hat. Die Erlebnisse rattern in enormer verbaler Geschwindigkeit aus ihr heraus und verstören. Vieles von dem, was Tanja erzählt, kommt mir bekannt vor. Puzzlestücke, verstreut über zwei Generationen in einer kapitalen Gesellschaft. Tanja und Hans sind keine Einzelschicksale. Lange fühlte es sich für Tanja so an. Heute hört sie plötzlich von Freundinnen: „Es war nicht so krass wie bei dir, aber weißt du, schön war´s auch nicht. “

Im Buch Die Andere von Ursula Hegi, das die Gesellschaft in einem kleinen Dorf vor, während und nach des zweiten Weltkriegs ins Vesier nimmt, sagt der Vater Leo Anfang der Zwanziger Jahre zu seiner kleinwüchsigen Tochter Trudi: „Bei uns Deutschen hat es Tradition, alles für einen starken Führer zu opfern. Das ist unsere Angst vor dem Chaos.“ Mir erscheint dieser Satz wie der Kern des Romans und auch, nun, da ich mich mit Tina unterhalte, wie der Kern ihrer Geschichte. Die Entwicklung eines Volkes als gescheiterter Versuch, das Chaos zu bändigen, ein Chaos, das nach Ende des Krieges nicht aufhörte, sich vielmehr nach innen verkehrte und die Seelen derer, die ihr Herz und ihr Verstand ins Maul des Dritten Reichs warfen, verzweifelt verschlossen hielt und ihr Inneres versengte. Wie wohltuend und ablenkend war daher der gewonnene Schein der Normalität und das emsige Wiederaufbauen.

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©️SimoneHarre

Das fanden auch die Eltern von Tanja. Sie versuchten wie alle ihr Stückchen Glück dem harten Leben nach dem Krieg abzuringen. Hans studierte Agrarwissenschaft, strebte beruflich auf und wurde in rascher Folge Vater dreier Mädchen. Alles schien gut. Die erste Tochter war Papas Kind, und die zweite Tochter, Tanja, avancierte zu Mamas Liebling, „Knuddelchen“ und „Schnuckelchen“. Tanja sah sich in ihren ersten Lebensjahren gehalten und geliebt. Doch das änderte sich bald. Die Ehe, die ein Bund im Chaos sein sollte, entwickelte sich mehr und mehr zu einer Festung des Unglücks, einer Notgemeinschaft. Es gab keine Freunde und auch keine Freude. Es kam vor, dass die Schwestern nachts geweckt wurden mit den Worten: „Mit wem gehst du mit?“ Die Mutter wollte den Vater verlassen. Tat es nie. Erging sich statt dessen in Mordgedanken: „Wenn Vater heimkommt, erschlage ich ihn mit der Bratpfanne und dann sage ich, es war Notwehr.“ Oder, mit einem weiten Blick in die Zukunft gedacht: „Wenn ich alt bin… Vater schieben wir ab und du pflegst mich dann.“ Freilich hätten dies genau so gut die Worte des Vaters sein können. Waren es auch. „Beide kloppten sich wie die Kesselflicker. Immer mit wechselnden Feindbildern“, sagt Tanja. Die Homosexuellen, die Juden, die Roten, die Kiffer, die Sozialschmarotzer, die Ungebildeten. Oder die Töchter.

„Aber damit waren sie immer noch näher zusammen als wenn sie sich geöffnet hätten gegenüber all dem, was sie hätte befreien können.“

Geöffnet für was, frage ich? „Für ihren Schmerz“, sagt Tanja. „Sich selbst und anderen verzeihend. Verantwortung übernehmend.“ Aber das taten sie nicht. Stattdessen begannen sie zu kompensieren. Unendlich viele Torten, Speckschwarten und Braten. „Sie haben ihre Leblosigkeit weggefuttert. Verzweiflung durch Trinken verdrängt, Kontaktlosigkeit mit Fernsehen ausgeglichen.“ Immer weniger war es ihnen möglich eine elterliche, gar liebende Rolle einzunehmen. Ihr Vater, sagt Tanja einlenkend, habe nach dem Krieg ganz einfach die Orientierung verloren. „Die Werte waren weg gebrochen. Aber wir hatten zu funktionieren und zu gehorchen.“ Gehorchten die Töchter nicht, wurden sie geschlagen. Sie wurden auch grundlos geschlagen. Oft. Gerne schlich sich der Vater ins Zimmer und packte die Kinder am Genick oder er schlug sie mit der flachen Hand ins Gesicht. Wenn er getrunken hatte, holte er einen dünnen Rohrstock aus dem Alkoholschrank. „Der hieß unser Freund: `Wenn du nicht brav bist, hol ich unseren Freund´. “ Manchmal forderte ihn auch die Mutter zur Handgreiflichkeit auf. Dann konnte es sein, dass der Vater gönnerhaft sagte: „Nein, heute schlage ich nicht.“ Dafür mussten die Kinder ihm dann dankbar sein. Tanja sagt, Hans sei ein Zyniker gewesen, aber nicht autoritär: „Er war nicht der Mann, der einfach auftritt und sich die Welt nimmt. Er betrat auch nur einen Laden, wenn er genau wusste, was er darin kaufen würde.“ In der Pubertät, wenn Tanja sich mit ihm stritt, verlautete er: „Man hätte dich 1918 an die Wand stellen sollen!“ Die Soldatenehre und alles, was er damit verband, blieb ihm weiterhin lieb und teuer. Als er ahnte, dass seine Tochter Frauen liebte, sagte er: „Homosexuelle gehören ins KZ.“ Er sei immer ein bisschen fies gewesen und hinterhältig. Nie klar. Die eigene Person nicht fassbar. Er war widersprüchlich, wählte auf der einen Seite SPD, schlug auf der anderen Seite die Erbschaft einer Frau aus, weil diese mit einem Juden verheiratet war. Die Mutter beteiligte sich an den Demütigungen ihres Mannes. Die Beschimpfung als Nutte war besonders beliebt. Zur großen Schwester sagte sie: „Du bist wie ein Kleid ohne Spitzen.“ Und beim Frisör hieß es: „Machen Sie was Anständiges aus meiner Tochter, die ist so hässlich.“ Hier war Tanja gemeint. Das Aussehen war ständig Thema. Die Brüste waren zu groß oder zu klein. Der Rock zu kurz oder zu lang. Onanieren im gleichen Bett neben der Tochter kam vor. Eine Hand des Vaters beim Aufwachen gab es auch… „Sexualisierung lag immer in der Luft“, subtil, weniger subtil. Die Kinder waren ihren Eltern ausgeliefert. Mehr und mehr. Spielbälle des eigenen Unvermögens. „Wir erfüllten Funktionen, führten Stellvertreterkriege. Sie haben uns benutzt, um sich gegenseitig schlecht zu machen. Wir hatten keinen persönlichen Wert, sondern nur den in der Beziehung zu unseren Eltern.“

Damals wusste Tanja kaum, wie es um sie geschah, später wurde sie böse, wenn die Eltern in einen Sozialarbeiterjargon verfielen und ihre Gewaltexzesse und Lieblosigkeit mit der eigenen Kindheit im Krieg entschuldigten. „Das war ja noch die Krönung. Da kriegste mich aber echt“, schimpft sie. „Nur ich war egal.“ Sie sagt aber auch, fast zärtlich:

„Mein Vater ist halt auch ein armer Hase gewesen, der nichts losgeworden ist.“

Während die Mutter oft maulte: „Jetzt hör mal auf mit den Kriegsgeschichten“, verbiss sich Hans immer mehr in die Folgen deutschen Pflichtbewusstseins. Der Krieg ließ ihn nicht los. „Seine Opfer waren umsonst“ sagt Tanja. „Er wurde kritisiert und war gesellschaftspolitisch als Soldat herabgesetzt.“ Vielleicht war es gerade darum, dass er nicht müde wurde zu proklamieren:

„Ein anständiger Deutsche muss sich aufopfern.“

Lieblingsworte. Tanja verdreht die Augen. Worte getreu des *Fahneneides, den ein Soldat im 2. Weltkrieg zu erbringen hatte. Die Opferbereitschaft und die totale Unterwerfung waren DAS Kriterium des Nazisystems. Das Aufhören eigenen Denkens. Alles zu erdulden und herzugeben. Und „Aufopferungsgeschichten waren DAS Thema in unserer Familie“, sagt Tanja. Immer mit dem Auftrag verbunden: „DU musst dich auch aufopfern. Und zwar hier und jetzt.“ Oder Sprüche im Hitlertonfall: „Wenn du dich nicht der Familie total unterordnest, dann geh! Wo du einfach denkst, der Wahnsinn klopft an.“ Besonders eine Geschichte käute die Mutter gerne wider: „Sie hat erzählt, sie hätte sich vor ihre Mutter geworfen, um sich von den Russen vergewaltigen zu lassen, damit ihrer Mutter nichts passiert.“ Im Grunde ein Vorwurf an die Tochter mit der Botschaft: Du würdest dich für mich nicht opfern. Die Tante dagegen bestritt lakonisch diese Version der Geschichte: „Nö, die hat nach dem Krieg mit den Amis rumgemacht und musste deinem Vater erklären, warum sie nicht jungfräulich in die Ehe geht. Dann hat sie´s halt umgedreht!“ Wer Recht hatte? Das herauszufinden und eine eigene Meinung zu bilden in einer Welt der „Sprachlosigkeit, verschwommenen Erzählungen und Beschuldigungen“ war nicht leicht und die fehlenden Maßstäbe wurden von den Eltern einfach durch „Großmannssucht“ ersetzt. Einmal etwa wurde die Schwester im Schwimmbad ausgerufen. „Sie soll sofort nach Hause kommen. Da denkst du dir weiß Gott was.“ Und was war? „Sie hat ihr Klavier nicht Staub gewischt.“ Tanja sagt: „Es ist so eine Welt… du kannst niemandem trauen. Und du bist allein. “ Sie habe so viele Sachen gesehen, über die sie damals dringend hätte reden müssen, doch da war niemand, noch nicht einmal die Schwestern, die als Alliierte der Eltern miteinander nicht klar kamen. „Also ein gewisser Weitblick oder Bewusstsein hat mir nicht geholfen, es hat die Verzweiflung eher steigern lassen.“

Natürlich waren die Eltern nicht nur schlecht. Sie hatten auch liebenswerte Ansätze, „aber sie haben sie halt nur rausgeholt, wann sie wollten, nicht, wann wir sie gebraucht hätten“, sagt Tanja. Es gibt sogar sehr innige Stunde, welche sie mit ihrem Vater im Garten oder wandernd im Wald verbrachte. Er hat ihr dann die Natur erklärt und es fühlte sich normal an.

„Im Garten, weißt du, wenn ich nett zu einer Pflanze bin, ist die auch nett zu mir, dann konnte ich entspannen, dann war´s schön.“ Der Garten war Tanjas Rückzugsraum. Bis heute. Einziger Ort des Friedens. „Und das war bei meinem Vater auch so. Das war eine Verbindung zu ihm, die da war, die mich aber nicht davor geschützt hat, am Abend grundlos verprügelt zu werden.“ Und genau diese undurchschaubare Willkür ließ Tanja als Jugendliche die Überlegung wagen: „Vielleicht mache ich mir selbst nur was vor und sage, meine Eltern sind schwierig. Vielleicht bin ich ja selber auch schwierig, nicht lebensfähig.“ Die Fragen kreisten in ihrem Kopf. Mit fünfzehn lief sie das erste mal von zu Hause weg. Kam zurück. Und hielt weiter durch. Als sie einmal verspätet nach Hause kam, fand sie ihre Mutter in Panik aufgelöst vor. „Sie hat gedacht, ich hätte mir was angetan. Warum?“ Mit siebzehn steigerte sich Tanjas Verzweiflung. Todesgedanken kamen auf, aber sie gibt sich „noch eine Chance“, will das Abi durchziehen, weggehen und schauen, was dann mit ihr passiert. Sie sah, dass andere ebenfalls wie sie eine Ersatzheimat suchten. In der Religion etwa. Im Kommunismus. „Es gab da die seltsamsten Entwicklungen, wo Leute eine Heimat brauchten und die immer gewechselt haben. Meine Generation war so verführbar. Unseren Eltern konnten wir ja nicht glauben.“ Doch das war ihr immer suspekt. Sie will sich davor hüten, kopflos und einfach nur blind in ein Gegenteil zu verfallen. Massenbewegungen mag sie auch heute noch nicht. Sie mag selbst denken. Sich selbst vertrauen. Sich nie mehr von irgend jemandem vereinnahmen lassen.

Mit achtzehn bekam Tanja von ihrer Mutter 5000 DM mit den Worten. Ich weiß schon, das war alles nicht so einfach. „Ein Ablasshandel“, sagt Tanja. „Ich wollte das Geld nicht. Ein vernünftiges Gespräch hätte mir mehr geholfen. Mich so sein lassen wie ich bin.“ Und dann endlich, mit 22 Jahren, schrieb sie ihren Eltern einen Brief: Ich will mit euch keinen Kontakt mehr haben. Eine richtige Abrechnung sei das gewesen, ein Brief von der „Lesbensau“. Vorwürfe, Wahrheiten. Alles habe sie da rein gepackt. „Ich war froh, dass ich irgendwann einfach nur sauer sein konnte. Das hat mir die Kraft gegeben zu gehen.“ Die Antwort darauf war Entrüstung. Sie hätte noch eine Woche Zeit, sich für alles zu entschuldigen. „Immer dieser Gestus: Der Führer spricht. Und mein Vater hat die Kommata rein gesetzt. Das war ziemlich tot-komisch.“ Tanja hat sich nicht entschuldigt. In regelmäßigen Abständen hat sie überlegt, ob sie wieder Kontakt aufnehmen sollte, sah jedoch konsequent davon ab. Der Mutter begegnete sie erst wieder 20 Jahre später an der Beerdigung ihres Vaters. Zu ihrem Sohn sagte sie damals: „Guck mal, das wäre eine Großmutter. Hat er gesagt: Nee, die will ich nicht. Da war er zehn.“ Und kurz danach hat Tanja sich getrennt. Von der Frau, mit der sie viele Jahre verheiratet war. „Es kriselte schon lange, aber dieses Verantwortungsgefühl und dieses Durchziehen, das war bei mir sehr stark.“ Nun liebt sie einen Mann. Und sie hat einiges zu tun, nicht aus Panik vor dieser Liebe „aus dem Fenster zu springen“. Wenn ihr jemand wirklich nahe kommt, wenn sie beginnt zu lieben, kommt die Angst. Das sei ihr von früher geblieben. „Dann habe ich das Gefühl, ich bin manipulierbar und der andere kann meine Liebe benutzen, mich schlecht zu behandeln, so wie meine Mutter meine Verbundenheit zu ihr missbraucht hat.“ Zu tief auch sitzt das Gefühl ein wandelnder Makel zu sein. „Ich war immer die Frau, die kein Panzer hat, die berührbar ist und die aus einer Scheißfamilie kommt.“ Die immer nur gehört hat: „Du bist nichts!“ Die geweint hat, wenn ihre Schwiegermütter zu ihr nett waren, weil sie nicht wusste warum. Lange Zeit hat sie andere Alkoholikerkinder kennengelernt. „Ich weiß nicht wie, du erkennst dich. Du bist dann nicht mehr so defizitär, aber es ist schade, wenn du dich darauf beschränkst. Du musst weiter.“ Die Wut in Mut wandeln. Die Machtinszenierung eines Opferstatus verlassen und in die Angst gehen. Dahin, wo es weh tut.

„Und wenn du dich da selber halten kannst, halten in der größten Krise, dann öffnen sich ganz viele Türen. Das Leben ist ja nicht so schrecklich.“

Freilich, zu verlieren hatte sie nichts, sagt sie. Sie stand am Rand. „Aber man kann wählen.“ Auch ihre Eltern standen am Rand. Sie blieben dort. „Sie hatten Angst vor der gereichten Hand. Bevor du tiefer guckst, machst du dich lieber enger. Weil jede Öffnung ist die Angst vor der Veränderung.“ Lange war sie darin gefangen, dass sie von ihren Eltern eine Wiedergutmachung wollte, in der Form, dass sie die Schuld anerkennen und ihr den Wahn der komischen Botschaften nehmen würden. Inzwischen weiß sie: „Es geht eher darum, sich auch davon zu befreien. Auch: „Wir können unsere Eltern nicht retten. Wir können nur zusehen, dass wir nichts nachtragen, nichts von ihrem Scheiß weitergeben und selber glücklich werden.“ Deswegen ist sie auch froh, dass sie so spät Kinder gekriegt hat. „Ich hatte anfangs den Reflex zu schlagen. Ich hab´s nie gemacht.“ Oder Sprüche, die man so aus der eigenen Kindheit mitnimmt, die seien ihr Gott sei Dank meist auf der Zunge geblieben.

„Durch den Krieg ist so viel an Struktur und Kompetenz in den Menschen kaputt gegangen. Da dauert es Generationen, bis phasenweise von der Verletzung abgebaut wird.“ Sie selbst hat mit sich und ihrer Herkunft weitestgehend Frieden gemacht. „Das Thema ist nicht mehr so schmerzbehaftet. Und wer wo dran Schuld hat. Ich will mich nur nicht mehr verbiegen müssen.“ Lang genug in ihrem Leben hatte sie das Gefühl, nicht zu machen, was sie will, eher zu re-agieren. Auch noch, als sie längst die Herkunftsfamilie verlassen hatte. Nun ist sie stolz auf sich, stolz, sich da selbst rausgezogen zu haben. „Ich genieße die Leichtigkeit, ich bin um einiges glücklicher als früher und das hätte ich so nicht gedacht. Das Leben ist schön. Und was früher Schmerz war, ist heute Erfahrung.“

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*Soldateneid:

Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“

Im Reichswehreid von 1919 galt es lediglich auf die Treue der Reichsverfassung zu schwören und das Reich zu schützen. Die Aufopferung des Lebens brachte erst Hitler ins Spiel.